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Pressemitteilung vom 28.05.2021

Foto v.l.n.r.: Michael Sagasser, Cornelius Sagasser, Thomas Sagasser, Peter Sagasser, Knut Albert


PRESSEMITTEILUNG VOM 28.05.2021

SAGASSER-Unternehmensgruppe

Dritte Generation in der Führungsspitze

  • Cornelius Sagasser rückt in die Geschäftsführung des Getränkespezialisten auf
  • Peter, Michael und Thomas Sagasser ziehen sich zurück
  • Umsatzplus trotz hoher Corona-bedingter Ausfälle in der Gastronomie
  • Erfolgreiche Vergangenheit, optimistischer Ausblick
  • Hohe Investitionen und neue Arbeitsplätze in 2021 geplant

Generationswechsel in der SAGASSER-Gruppe: Mit Cornelius Sagasser (31) zieht die dritte Generation in die Führungsspitze des Familienunternehmens ein. Die Brüder Peter (65) und Michael (63) sowie ihr Cousin Thomas Sagasser (64) ziehen sich vereinbarungsgemäß und lange geplant aus der Geschäftsführung zurück, bleiben dem Getränke-Spezialisten aber weiterhin beratend und als Gesellschafter erhalten.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Ich bin mir aber auch der Verpflichtung für die Mitarbeiter, die Kunden und unsere Familie bewusst, das seit 1952 bestehende Unternehmen zusammen mit Knut Albert erfolgreich fortzuführen“, betonte Cornelius Sagasser vor Pressevertretern. Albert gehörte bislang schon als erstes familienfremdes Mitglied der Geschäftsführung an und wird künftig zusammen mit Cornelius Sagasser die operativen Geschicke der Unternehmensgruppe lenken.

Die zweite Generation mit den Brüderpaaren Michael und Peter sowie Thomas und dem im Jahr 2009 verstorbenen Matthias Sagasser war seit Anfang der 1980er Jahre im Unternehmen verantwortlich tätig. Als sie das Ruder übernahm, lag der Umsatz umgerechnet bei knapp 10 Mio. €. Heute liegt er bei rund dem Fünfzehnfachen.

Erfolgreiches Jahr

2020 war für den Getränkespezialisten wegen der Corona-Pandemie-Maßnahmen ein herausforderndes Jahr, das er erfolgreich meisterte. SAGASSER ist mit rund 100 eigenen Getränkefachmärkten und etwa 200 kooperierenden freien Märkten in Franken, Thüringen und dem Vogtland einer der größten Anbieter der Branche. Darüber hinaus beliefert er als Großhändler die Gastronomie und Hotellerie in diesem Gebiet von Plauen bis Würzburg und von Erlangen bis Erfurt.

Während das Großhandels-Geschäft wegen der weitgehenden Schließung gastronomischer Betriebe einbrach, machten steigende Einzelhandelsumsätze den Ausfall mehr als wett. „Die Menschen versorgten sich über unsere Fachmärkte vermehrt selbst“, betonte Michael Sagasser. Im vergangenen Jahr erhöhte sich daher der Umsatz der Gruppe um 3,5 Prozent auf 153 Mio. Euro; rund zwei Drittel davon kamen über die Fachmärkte, nur noch etwa ein Drittel über den Großhandel. „Auch mit dem Ergebnis, das leicht über Vorjahr liegt, sind wir angesichts der Rahmenbedingungen sehr zufrieden“, ergänzte Cornelius Sagasser.

Nicht unerwähnt lassen möchte Knut Albert die Leistungen der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Pandemie. „Während sprichwörtlich der Corona-Sturm über Deutschland zog, gewährleisteten sie die Versorgung der Bevölkerung mit Getränken. Gerade die Mütter unter ihnen nahmen wegen geschlossener Schulen und Kindergärten und den dadurch entstandenen Betreuungsengpässen besondere Strapazen auf sich.“ Wegen der erhöhten Anforderungen zahlte das Unternehmen eine Zusatzprämie von insgesamt 250.000 Euro an die Mitarbeiter/-innen aus.

Das stetige Wachstum der vergangenen Jahrzehnte führte Peter Sagasser insbesondere auf zwei Faktoren zurück: auf die Angebotsvielfalt bei regionalen Bier- und Getränkesorten sowie auf das nachhaltige Wirtschaften. „Wir haben uns schon vor vielen Jahren der Pflege unserer fränkischen Bierkultur verschrieben und heimische Brauer bewusst gefördert.“ Rund 500 verschiedene Bier-Sorten aus der Region stehen auf der Angebotsliste. Ob in Franken oder Thüringen: Es sei längst in das Bewusstsein der Kundschaft gerückt, das die regionalen Produkte deutlich gegenüber den nationalen Marken bevorzuge.

55 Millionen Flaschen pro Jahr

„Und wir haben uns stets für das umweltschonende und nachhaltige Mehrweg-System stark gemacht und auch die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Handeln geschaffen,“ erläuterte Michael Sagasser. Seit 2008 werden eigene Sortieranlagen auf dem Gelände in Cortendorf betrieben. Sie sorgen im Zwei-Schicht-Betrieb dafür, dass Getränkehersteller die richtigen Flaschen und Kästen zurückbekommen.

Hinter dieser nüchternen Aussage stecken eindrucksvolle Zahlen: Pro Jahr werden mehr als 55 Mio. Flaschen über das Coburger Sortierzentrum in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt, mehr als zehn Millionen Flaschenkästen kommen dazu. Das ist eine komplexe Aufgabe; immerhin werden über 320 unterschiedliche Flaschentypen sortiert.

Gegenüber dem Einweg-System ist dies aus Umweltsicht eine große Leistung. Würde man alle alkoholfreien Getränke ausschließlich in Mehrweg- statt in Einwegflaschen abfüllen, ließen sich jedes Jahr rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 950.000 Mittelklassewagen, die im Durchschnitt 13.000 km pro Jahr fahren, rechnet die Deutsche Umwelthilfe vor.

SAGASSER baut deshalb sein Sortierzentrum in Coburg in diesem Jahr weiter aus und steckt einen erheblichen Teil der insgesamt rund fünf Millionen Euro Investitionen, die für 2021 vorgesehen sind, in die Erweiterung dieser Kapazitäten. „Damit verbunden ist auch ein Aufbau der Belegschaft im Sortierbereich um mindestens 10 Arbeitsplätze“, wie Thomas Sagasser erfreut feststellte. Allein am Stammsitz in Coburg beschäftigt das Familienunternehmen rund 200 Mitarbeiter und ist durch die starke Familien- und Werteorientierung, die Ausbildungsmaßnahmen und die vielfältigen Aufgaben vom Verkauf bis zur IT ein attraktiver Arbeitgeber.

Optimistischer Ausblick

Der Getränkespezialist schaut optimistisch in die Zukunft. Auch im laufenden Jahr wird weiteres Wachstum angepeilt. Neue Standorte sind ins Auge gefasst. „Wenn uns geeignete Immobilien angeboten werden, sind wir für einen weiteren Ausbau unseres Filialnetzes offen“, so Michael Sagasser.

Nicht nur wegen dieser positiven Aussichten nimmt sich die zweite Sagasser-Generation gerne zurück. Peter Sagasser, stellvertretend für die früheren Geschäftsführer: „Wir haben doppelten Grund stolz zu sein. Einerseits auf die Vergangenheit, in der wir uns zu einem der fünf erfolgreichsten Familienunternehmen der Branche in Deutschland hochgearbeitet haben; andererseits darüber, dass der Generationenwechsel so reibungslos erfolgt ist und die Familientradition aufrechterhalten wird.“

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Die SAGASSER-Unternehmensgruppe wurde 1952 von den Brüdern Hubert und Helmut Sagasser gegründet. Vom Stammsitz in Coburg aus werden rund 100 eigene Getränkemärkte und etwa 200 kooperierende freie Märkte in Franken, Thüringen und dem Vogtland betreut. Darüber hinaus ist die Gruppe als Großhändler für die Gastronomie und Hotellerie in diesem Gebiet tätig. Zu SAGASSER gehören auch die Tochterfirmen Hilf in Burgebrach und Scheinfeld, Theo Faulhaber Getränke in Würzburg, die Getränke-Quelle-Filialen und Vogtland-Märkte in Thüringen und Sachsen sowie das Coburger Sortierzentrum. Das Sortiment umfasst ca. 2.500 Bier-Sorten, 1.800 alkoholfreie Getränke und ca. 3.000 Artikel in den Bereichen Wein, Sekt, Spirituosen und Trendprodukte. Sagasser ist einer der größten Anbieter der Branche in Deutschland. Der Umsatz lag zuletzt bei rund 153 Mio. EUR.

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