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Seltenes Arbeitsjubiläum

Edda Höhn stolze 50 Jahre bei SAGASSER

V.l.n.r.: Geschäftsführer Knut Albert, Jubilarin Edda Höhn und Geschäftsführer Cornelius Sagasser


„Wo Not am Mann war, wurde ich eingesetzt.“ Das sagt ausgerechnet eine Frau; aber eine mit Herz, Verstand und Ausdauer. Denn Edda Höhn aus Lautertal ist in diesen Tagen seit 50 Jahren Mitarbeiterin der SAGASSER-Unternehmensgruppe. Ein seltenes Jubiläum in der Region – und auch beim Getränkespezialisten. Denn das Familienunternehmen wird im kommenden Jahr selbst erst 70 Jahre alt.

Die langjährige Wegbegleiterin hat damit einen Gutteil der Erfolgsgeschichte des Unternehmens mitgeschrieben. Begonnen hat sie ihre berufliche Laufbahn im damaligen SAGASSER-Lager in der Callenberger Straße. Es folgten Stationen in der dortigen Metzgerei und schließlich der Kantine, aus der bis zu 500 Essen pro Tag geliefert wurden.

Da sah sich die jetzt 69-Jährige an ihre eigene Jugend erinnert. Denn die Eltern von Edda Höhn betrieben viele Jahre die Gastwirtschaft Wank in Ahlstadt; und dort wurde auch die Bande zu SAGASSER geknüpft. Mit Hubert Sagasser war hier einer der Firmengründe häufiger zu Gast. Noch heute schwärmt sie vom Chef Hubert Sagasser, aber auch auf dessen Sohn Thomas, der erst im letzten Jahr die Geschäftsführung des Getränkehändlers in jüngere Hände gelegt hat. „Auf die lasse ich nichts kommen. Tolle Chefs.“ Ein Kompliment, das sicherlich auch für sie als Mitarbeiterin gilt. „Wir sind stolz und dankbar, dass uns Frau Höhn solange die Treue gehalten und ihre Arbeitskraft zur Verfügung gestellt hat“, betont Cornelius Sagasser, mittlerweile in 3. Generation in der Geschäftsführung des Unternehmens.

Denn neben ihrer Tätigkeit bei SAGASSER zog die quicklebendige Jubilarin zwei Kinder groß, bewirtschaftete ein Haus samt großem Garten – und war trotzdem 28 Jahre lang „nie krank, keinen Tag“.

Darauf ist sie stolz – ebenso wie auf den Umstand, dass sie viele der mittlerweile rund 100 eigenen Getränkefachmärkte und noch etliche der ehemaligen Lebensmittelläden aus eigenem Wirken kennt. Die Liste ihrer Tätigkeitsorte füllt zwei DIN A 5-Seiten und die Orte reichen von Unterlauter bis Ahorn und von Pfarrweisach bis Pressig. „In einem Jahr bin ich 17.000 km gefahren – nur für die Einsatzorte der Firma.“ Seither kennt sie sich aus in der Region.

Mittlerweile hat sich Edda Höhn etwas aus dem Arbeitsleben zurückgezogen – für ihre Verhältnisse. Denn Full-Time arbeitet sie nicht mehr, auch einem Bandscheiben-Vorfall geschuldet. Aber: „Wenn ich arbeite, spüre ich nichts“, sagt sie, die Freitags und Samstags im SAGASSER-Getränkefachmarkt Meeder hinter der Kasse steht. Ein erst kürzlich eingeführtes neues Kassensystem hat sie gerne angenommen. „Es ist doch schön, dass ich in meinem Alter noch etwas lernen darf“, sagt sie.

Aber auch sie weiß, dass sie „irgendwann einmal ganz aufhören wird.“ Wann das ist, steht noch in den Sternen. Erst einmal gilt es das seltene Jubiläum zu feiern. Daneben kümmert sie sich noch um Mann, ihre Enkel, das Backhaus in Oberlauter und sie ist im Gartenbauverein Mitglied. Und wenn Zeit bleibt, fährt sie mit ihrem Mann gerne in den Urlaub. „Vier bis fünfmal im Jahr“, sagt sie und fügt hinzu: „normalerweise“. Denn durch Corona ist nichts normal – und Zeit ist ja auch nicht unendlich.

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