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Weihnachtsspende 9999€

Drei Organisationen durften sich über eine Spende von jeweils 3333 Euro freuen. Von links: Marianne Morchel und Nora Treiber-Dengler (Arbeitskreis „Keine sexuelle Gewalt“), Sagasser-Geschäftsführer Knut Albert, Hubert Joppich, Carsten Höllein (AWO), Peter Schumann (BUND Naturschutz) und Sagasser-Geschäftsführer Michael Sagasser.

 

Menschen, die sich immer wieder für die Allgemeinheit einsetzen und nicht danach fragen, welchen Lohn sie dafür erhalten oder welche persönlichen Vorteile sie davon haben, sind oft mit einem anerkennen Wort, einem kleinen Lob zufrieden. Sofern sie dies überhaupt erhalten. Viel wird, vor allem in der Politik, über das unverzichtbare ehrenamtliche Engagement gesprochen, das oft als „Kitt der Gesellschaft“ bezeichnet wird.

Beim Coburger Familienunternehmen Sagasser geht man seit vielen Jahren einen Schritt weiter: man redet nicht, man handelt. Immer kurz vor Weihnachten werden regionale soziale Einrichtungen, Vereine und Institutionen finanziell unterstützt. In der Regel stattet das Unternehmen sein jährliches Füllhorn mit 10.000 Euro aus. Dass dieses Jahr die Spende um einen Euro geringer ausfällt, ist der Mathematik geschuldet. Im Hause Sagasser hat man sich entschlossen diesmal drei Spendenempfängern jeweils 3333 Euro zukommen zu lassen.

Geschäftsführer Michael Sagasser wollte die finanzielle Unterstützung als einen symbolischen Akt sehen, der als Dank für all die gedacht ist, die sich immer wieder ehrenamtlich in die Gesellschaft einbringen. Er führte vor Augen, dass es oft die Menschen sind, die nicht im Rampenlicht stehen, die für den Zusammenhalt in der Bevölkerung sorgen. Hart ins Gericht ging er mit denen, die die sozialen Medien ausnutzen, um ehrenamtlich engagierte Menschen durch falsche Aussagen und Verleumdungen zu verunsichern. "Wir sollten uns gegenseitig ermuntern, die ehrenamtlich engagierten Menschen zu unterstützen“, forderte Michael Sagasser.

In den Genuss des sozialen Engagements des Coburger Unternehmens kamen in diesem Jahr der Kreisverband Coburg der Arbeiterwohlfahrt, die Jugendorganisation des BUND für Naturschutz sowie der Arbeitskreis „Keine sexuelle Gewalt“. Die Spendenempfänger nutzten die Gelegenheit den Verantwortlichen die Arbeit ihrer Organisationen näher zu bringen. Unisono konnten sie dem Spender versichern, dass die finanziellen Zuwendungen auf fruchtbaren Boden fallen. Auf Nachfrage von Geschäftsführer Knut Albert erläuterte Marianne Morchel (Arbeitskreis), dass die Arbeit der 1992 ins Leben gerufenen Organisation ausschließlich durch Spenden finanziert wird. „Beim Landkreis und der Stadt Coburg laufen wir bezüglich einer finanziellen Unterstützung gegen eine Wand“, klagte sie über die kalte Schulter die ihr dort gezeigt wird. Nach ihren Worten wird das Wirken des Arbeitskreises durchwegs gelobt und als sehr wichtig betrachtet, doch finanzielle Unterstützung, die sehr notwendig ist, erfährt man nicht. Umso mehr freute sie sich, dass ihr Bewerbungsschreiben im Hause Sagasser offene Türen gefunden hat. Auch wenn die Spendengelder nicht zweckgebunden sind, bat Michael Sagasser darum diese in der Region einzusetzen. "Wir leben in, mit und von der Region“, betonte er abschließend.

Foto und Text: Martin Rebhan

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